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Über den Font
Designer: Binnenland
Erschienen: 2009/11
Foundry: Binnenland Type Foundry

The term Korpus comes from the Latin and means 'body'. In the German-speaking printing world Korpus is used for a medium point size used in metal setting, size ten Didot points. But Korpus (corpus in English) can also refer to a text or extract from a collection of texts or statements that are the subject of a particular presentation or study in various academic disciplines. 

The development of this typeface took inspiration from intermediary devices, primarily those involved in the technological reproducibility of character drawings. Inaccuracies, fuzziness, and inconspicuous errors in their transmission from one physical state to the next began to play a part in the development process of the characters. Emerging discretely, they strikingly put into perspective the body of their appearances.

Abbildung der Korpus

Font-Specimen


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Im Ohr habe ich noch das Klatschen der alten Schreibmaschine, auf der ich tippen gelernt habe und mit Fingerkuppenkraft die Buchstaben auf das Papier katapultiert habe oder das kratzige Sägen des Nadeldruckers, der die leuchtend neongrünen Monitorbuchstaben meines 386er-PCs in die analoge Welt transformierte.
Blindtext von: Klaus Walder

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Schrift war für mich vor allem Handgeschriebenes, so die mit Feder kalligraphierte Frakturschrift, die mein Onkel Franz wie gestochen auf geädertes Elefantenpapier schrieb, Urkunden für langjährige Mit- glieder von Blasmusikkapellen und Chören aus sämtlichen Gemeinden im Umkreis. Fasziniert war ich von den minimalistischen, kryptischen Zeichen, die meine Mutter in Kurzschrift zu Papier brachte um Alltägliches wie Rezepte oder Notizen festzuhalten. Die Weichheit ihrer Schrift stand in krassem Gegensatz zu den zackigen, geometrischen Buchstabenreihen meines Vaters, einer Mischung von Block- und Schreibschrift. Irgendwann wurde Schrift laut. Im Ohr habe ich noch das Klatschen der alten Schreibmaschine, auf der ich tippen gelernt habe und mit Fingerkuppenkraft die Buchstaben auf das Papier katapultiert habe oder das kratzige Sägen des Nadeldruckers, der die leuchtend neongrünen Monitorbuchstaben meines 386er-PCs in die analoge Welt transformierte. Ja, und da waren dann noch die sachlichen Großbuchstaben auf den weinroten Straßen-wärterhäuschen der italienischen Straßenverwaltung ANAS, auf denen „Casa Cantoniera“ stand, und die mir damals so fremd vorkamen. Heute wecken sie in mir Nostalgie. Mein Horizont ist weiter geworden. Heute schreibe ich mit meinem Lenkdrachen schriftzeichenähnliche Figuren in den Himmel.
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Schrift war für mich vor allem Handgeschriebenes, so die mit Feder kalligraphierte Frakturschrift, die mein Onkel Franz wie gestochen auf geädertes Elefantenpapier schrieb, Urkunden für langjährige Mit- glieder von Blasmusikkapellen und Chören aus sämtlichen Gemeinden im Umkreis. Fasziniert war ich von den minimalistischen, kryptischen Zeichen, die meine Mutter in Kurzschrift zu Papier brachte um Alltägliches wie Rezepte oder Notizen festzuhalten. Die Weichheit ihrer Schrift stand in krassem Gegensatz zu den zackigen, geometrischen Buchstabenreihen meines Vaters, einer Mischung von Block- und Schreibschrift. Irgendwann wurde Schrift laut. Im Ohr habe ich noch das Klatschen der alten Schreibmaschine, auf der ich tippen gelernt habe und mit Fingerkuppenkraft die Buchstaben auf das Papier katapultiert habe oder das kratzige Sägen des Nadeldruckers, der die leuchtend neongrünen Monitorbuchstaben meines 386er-PCs in die analoge Welt transformierte. Ja, und da waren dann noch die sachlichen Großbuchstaben auf den weinroten Straßen-wärterhäuschen der italienischen Straßenverwaltung ANAS, auf denen „Casa Cantoniera“ stand, und die mir damals so fremd vorkamen. Heute wecken sie in mir Nostalgie. Mein Horizont ist weiter geworden. Heute schreibe ich mit meinem Lenkdrachen schriftzeichenähnliche Figuren in den Himmel.
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Schrift war für mich vor allem Handgeschriebenes, so die mit Feder kalligraphierte Frakturschrift, die mein Onkel Franz wie gestochen auf geädertes Elefantenpapier schrieb, Urkunden für langjährige Mit- glieder von Blasmusikkapellen und Chören aus sämtlichen Gemeinden im Umkreis. Fasziniert war ich von den minimalistischen, kryptischen Zeichen, die meine Mutter in Kurzschrift zu Papier brachte um Alltägliches wie Rezepte oder Notizen festzuhalten. Die Weichheit ihrer Schrift stand in krassem Gegensatz zu den zackigen, geometrischen Buchstabenreihen meines Vaters, einer Mischung von Block- und Schreibschrift. Irgendwann wurde Schrift laut. Im Ohr habe ich noch das Klatschen der alten Schreibmaschine, auf der ich tippen gelernt habe und mit Fingerkuppenkraft die Buchstaben auf das Papier katapultiert habe oder das kratzige Sägen des Nadeldruckers, der die leuchtend neongrünen Monitorbuchstaben meines 386er-PCs in die analoge Welt transformierte. Ja, und da waren dann noch die sachlichen Großbuchstaben auf den weinroten Straßen-wärterhäuschen der italienischen Straßenverwaltung ANAS, auf denen „Casa Cantoniera“ stand, und die mir damals so fremd vorkamen. Heute wecken sie in mir Nostalgie. Mein Horizont ist weiter geworden. Heute schreibe ich mit meinem Lenkdrachen schriftzeichenähnliche Figuren in den Himmel.
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Schrift war für mich vor allem Handgeschriebenes, so die mit Feder kalligraphierte Frakturschrift, die mein Onkel Franz wie gestochen auf geädertes Elefantenpapier schrieb, Urkunden für langjährige Mit- glieder von Blasmusikkapellen und Chören aus sämtlichen Gemeinden im Umkreis. Fasziniert war ich von den minimalistischen, kryptischen Zeichen, die meine Mutter in Kurzschrift zu Papier brachte um Alltägliches wie Rezepte oder Notizen festzuhalten. Die Weichheit ihrer Schrift stand in krassem Gegensatz zu den zackigen, geometrischen Buchstabenreihen meines Vaters, einer Mischung von Block- und Schreibschrift. Irgendwann wurde Schrift laut. Im Ohr habe ich noch das Klatschen der alten Schreibmaschine, auf der ich tippen gelernt habe und mit Fingerkuppenkraft die Buchstaben auf das Papier katapultiert habe oder das kratzige Sägen des Nadeldruckers, der die leuchtend neongrünen Monitorbuchstaben meines 386er-PCs in die analoge Welt transformierte. Ja, und da waren dann noch die sachlichen Großbuchstaben auf den weinroten Straßen-wärterhäuschen der italienischen Straßenverwaltung ANAS, auf denen „Casa Cantoniera“ stand, und die mir damals so fremd vorkamen. Heute wecken sie in mir Nostalgie. Mein Horizont ist weiter geworden. Heute schreibe ich mit meinem Lenkdrachen schriftzeichenähnliche Figuren in den Himmel.
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Schrift war für mich vor allem Handgeschriebenes, so die mit Feder kalligraphierte Frakturschrift, die mein Onkel Franz wie gestochen auf geädertes Elefantenpapier schrieb, Urkunden für langjährige Mit- glieder von Blasmusikkapellen und Chören aus sämtlichen Gemeinden im Umkreis. Fasziniert war ich von den minimalistischen, kryptischen Zeichen, die meine Mutter in Kurzschrift zu Papier brachte um Alltägliches wie Rezepte oder Notizen festzuhalten. Die Weichheit ihrer Schrift stand in krassem Gegensatz zu den zackigen, geometrischen Buchstabenreihen meines Vaters, einer Mischung von Block- und Schreibschrift. Irgendwann wurde Schrift laut. Im Ohr habe ich noch das Klatschen der alten Schreibmaschine, auf der ich tippen gelernt habe und mit Fingerkuppenkraft die Buchstaben auf das Papier katapultiert habe oder das kratzige Sägen des Nadeldruckers, der die leuchtend neongrünen Monitorbuchstaben meines 386er-PCs in die analoge Welt transformierte. Ja, und da waren dann noch die sachlichen Großbuchstaben auf den weinroten Straßen-wärterhäuschen der italienischen Straßenverwaltung ANAS, auf denen „Casa Cantoniera“ stand, und die mir damals so fremd vorkamen. Heute wecken sie in mir Nostalgie. Mein Horizont ist weiter geworden. Heute schreibe ich mit meinem Lenkdrachen schriftzeichenähnliche Figuren in den Himmel.